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Archiv für den Monat November 2013

Kleine Echos im Kopf. M., der erzählte, wie er einkaufen ging, obwohl er gar nichts brauchte. Um mit jemand zu reden. Was ihm nie passiert ist, als er den ganzen Tag Kollegen um sich hatte.
T war richtig glücklich, als er die mal völlig undigitale Arbeiten mit alten Bleilettern schilderte. Wie  er unter manche dünnes Papier legen musste, abgenutzt, wie sie waren, damit der Druck klappte. Handarbeit, bei der es so herrlich egal war, dass sie sich finanziell nicht gelohnt hat.

Kurz die Echos ausklingen lassen, bis wieder neue Lust zum Reden und Hören da ist.
Vor der Kneipentür nur ich und eine Zigarette und ein Aschenbecher. Windstille. Stimmgewirr im Hintergrund.

„Kaum noch einer hier draußen.“
Ich hatte sein Kommen gar nicht bemerkt. Ein unbekanntes Gesicht. Kenn ich nicht.

„Waren früher so viele hier“.
Bin mir nicht sicher, ob er laut mit sich selber oder mit mir redet.

„Richtig einsam.“

Überlege kurz, ob ich widerspreche. Könnte sagen, wie angenehm es hier ist, wenn man weiß, dass man gleich wieder rein geht. Und überhaupt: Kein wildes Gedrängel um den Aschenbecher. Sage nichts.

„Schmeckt auch nicht mehr.“
Er drückt die halb gerauchte Zigarette im Aschenbecher aus und geht rein.

Ich muss meine Selbstgedrehte noch mal anzünden.

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